Häufig gestellte Fragen zu 
Simultaneous Policy (SP) und 
International Simultaneous Policy Organisation (ISPO) 


  • Ist ISPO nicht so eine Art Weltregierung? Falls ja, klingt das doch ziemlich 'von oben nach unten dirigiert' und drakonisch. 

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  •  Aber ist die simultane, internationale Durchführung bestimmter politischer Zielsetzungen nicht das, was internationale Verträge bereits beabsichtigen? Was ist an Simultanpolitik anders? 

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  •  Aber was ist mit dem Kyoto-Protokoll? Es wurde auch ohne die USA beschlossen, warum brauchen wir dann ALLE Nationen, um solche Abkommen simultan durchzuführen? 

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  •  Aber ist es denn wirklich notwendig, ALLE Nationen zur Annahme von SP zu bewegen, ehe ihre Durchführung eingeleitet werden kann? Das wird doch sicher nie passieren. 

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  •  Aber wäre es nicht praktisch unmöglich, alle Nationen dazu zu bringen, sich auf gemeinsame politische Ziele zu einigen, wenn sie besonders im letzten Moment der Verhandlungen ihre Position dauernd ändern würden? 

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  •  Auf Ihrer Website listen Sie eine ganze Reihe politischer Maßnahmen auf. Was ist jedoch, wenn ich sie nicht für sehr angemessen halte oder andere Ideen vorbringen möchte? Sind die SP-Maßnahmen völlig festgeschrieben? Oder habe ich ein Mitspracherecht? 

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  •  Wenn also SPs politische Maßnahmen noch definiert werden müssen und die Annahme von SP daher nur vorläufig ist, wie erlaubt es uns dann die vorläufige Annahme von SP, in irgend einer Weise eine Wirkung zu erreichen? 

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  •  In welcher Beziehung stehen die Kampagne zur Annahme von SP und der Prozess der Formulierung von SP-Maßnahmen zueinander? 

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  •  Welche Organisationsstruktur sieht ISPO auf nationaler und lokaler Ebene vor, um die Ziele der Organisation zu erreichen? 

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  •  Welche Organisationsstruktur ist für ISPO auf globaler Ebene vorgesehen? 

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  •  Aber ist es denn tatsächlich möglich, Maßnahmen zu definieren, die weltweit nutzbringend angewendet werden könnten? 

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  •  Sie sagen, SP kann nur dann durchgeführt werden, wenn alle Nationen sie angenommen haben. Aber würde das nicht bedeuten, dass Regierungen SP als Ausrede benutzen könnten, um die notwendige Einführung von Umweltschutzgesetzen zu hinauszuschieben? 

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  •  Die Industrieländer, d.h. entwickelten Länder sind aber doch völlig verschieden von Entwicklungsländern. Wie können Sie denn an alle appellieren? 

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  •  Wie soll die Palette von SPs politischen Maßnahmen formuliert werden? 

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  •  Und wie um Himmels willen werden Sie jemals ein Land wie die USA dazu bringen, SP anzunehmen? Die beiden dortigen großen Parteien werden von den Interessen der Kapitalgesellschaften dirigiert, also wird doch sicher keine der Beiden jemals SP annehmen? 

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  •  Aber was ist mit den so genannten "Ländern der dritten Welt", bei deren Regierungen es sich entweder um eine Diktatur handelt oder die sehr stark von ausländischen Kapitalgesellschaften oder Interessen beeinflusst werden? Wie bekommen Sie diese Länder dazu, SP anzunehmen? 

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  •  Ich kann schon sehen, wie SP zur Lösung einiger der dringendsten wirtschaftlichen und umweltbezüglichen Probleme der Welt beitragen würde, doch welche Wirkung hätte die Simultanpolitik auf den Waffenhandel und die Kriegsdrohung? 

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  •  Wie steht es mit der Möglichkeit, dass ISPO von "denen da oben" unterwandert oder kooptiert wird, was so oft bei Bewegungen vorkommen kann, die so aussehen, als könnten sie deren Interessen ernstlich gefährden? 

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  •  Die Erwartung, dass alle Nationen SP annehmen, ist doch sicherlich nur ein Wunschtraum. Ist der SP-Vorschlag daher wirklich realistisch? 

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  •  Es gibt so viele lokale Initiativen, von Öko-Städten zu Bio-Bauernhöfen, von LETS-Systemen bis zu kleinen genossenschaftlichen Geschäften - und es gibt immer mehr, die dauernd damit einen Anfang machen. Und dazu kommt: dies geschieht JETZT! Warum brauchen wir dann SP? Sind diese Lokalinitiativen nicht der einzige Weg? Reichen sie nicht aus, Nachhaltigkeit in der Welt zu erreichen? 

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  •  Wie steht es mit der Macht der Verbraucher, den Verantwortlichkeitsinitiativen der Kapitalgesellschaften und der 'Triple Bottom Line '? Sie sorgen doch gewiss schon dafür, dass nicht-willige Kapitalgesellschaften nicht aus der Reihe tanzen, oder? 

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  •  Da Aktivisten so stark auf ihre eigene Vision des Problems und ihre eigenen Aktivitäten konzentriert sind - sei es soziale Gerechtigkeit, Rechte der Arbeitnehmer, verschiedene Umweltaspekte, usw. - wie kann ISPO sie dann dazu bewegen, SP zu prüfen und anzunehmen? 


  • 1. "Ist ISPO nicht so eine Art Weltregierung? Falls ja, klingt das doch ziemlich 'von oben nach unten dirigiert' und drakonisch." 

    ISPO selbst hat nur zwei Hauptfunktionen: eine Kampagne für die Annahme von SP durchzuführen und den Prozess der Formulierung der politischen SP-Maßnahmen einfacher zu machen. Da ISPO weder eine politische Partei noch eine Regierung ist, handelt es sich auch nicht um eine "Weltregierung". Da jedoch SP von allen Nationen simultan durchgeführt werden soll, könnte man sie als eine Art Regierungsform der Welt (im Gegensatz zu "Regierung") bezeichnen. Dies bedeutet, eine globale Regierungsform wird durch Konsensus aller Nationen erreicht, die (durch Annahme von SP) den Wünschen ihres jeweiligen Volkes entsprechend handeln und NICHT durch eine alles umspannende globale Institution, die gewählt sein mag oder auch nicht. In der Tat ist SP dazu angelegt, Nationalregierungen die Möglichkeit zu geben, dringende und notwendige politische Zielsetzungen in die Tat umzusetzen, an deren Umsetzung sie heute durch die Drohung der Flucht von Kapital und Kapitalgesellschaften gehindert werden. 

    In einer Hinsicht ist SP "von oben nach unten dirigiert", weil ihre Maßnahmen von allen Nationen simultan, d.h. auf globaler Basis durchgeführt würden. Doch um "von oben nach unten" ging es bei Demokratie schon immer: politische Zielsetzungen, die "vom Volk" - von unten - entworfen und von seiner gewählten Regierung "für das Volk" - von oben - durchgeführt wurden. Darum geht es bei einer demokratischen Regierungsform, und das ist es, was SP zu erreichen sucht. 


    2. "Aber ist die simultane, internationale Durchführung bestimmter politischer Zielsetzungen nicht das, was internationale Verträge bereits beabsichtigen? Was ist an Simultanpolitik anders?" 

    Es gibt drei Hauptunterschiede zwischen SP und dem Abschluss traditioneller internationaler Verträge: 

    Erstens setzen traditionelle internationale Vertragsabschlüsse voraus, dass es, sobald ein Vertrag abgeschlossen ist, den beteiligten Nationen völlig frei steht, seine Vorschriften umzusetzen. In der augenblicklichen wettbewerbsorientierten Umgebung sehen sich Regierungen jedoch nach ihrer Rückkehr von einem Vertragsgipfel den Problemen der Wettbewerbsfähigkeit ausgesetzt. Beim Kyoto-Protokoll beispielsweise bestand das Risiko, dass die zur Emissionsreduzierung notwendigen 'grünen' Steuern die Industrie der Nationen, die diese Steuern einführten, wettbewerbsunfähig machte und damit riskierte, dass Arbeitsplätze (und Stimmen) verloren gingen. Folglich besteht die Befürchtung der Wettbewerbsunfähigkeit weiter und diese Steuern werden unvermeidlicherweise verwässert, so dass die vollständigen Vertragsbestimmungen unerfüllt bleiben. Darum werden selbst die sehr bescheidenen international vereinbarten Ziele der Emissionsverringerung und andere ähnliche Ziele ständig verfehlt . 

    SP würde statt dessen globales Kapital und transnationale Kapitalgesellschaften re-regulieren und damit die Kräfte ausschalten, die derzeit jede Regierung befürchten lassen, dass die vollständige und ordnungsgemäße Einführung der notwendigen Steuern und Maßnahmen zu mangelnder Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatzverlusten führen wird. Sobald SP-Maßnahmen zur Re-regulierung von globalem Kapital, Steueroasen und transnationalen Kapitalgesellschaften eingeführt sind, könnten Verträge wie etwa das Kyoto-Protokoll zum ersten Mal tatsächlich vollständig durchgeführt werden! 

    Zweitens tendieren die meisten der heutigen internationalen Verträge dazu, aus einer Übereinstimmung von ZIELEN zu bestehen und die MITTEL zu ihrer Erreichung der Entscheidung der beteiligten Nationen zu überlassen. Die zugrunde liegende Furcht vor mangelnder Wettbewerbsfähigkeit bleibt daher bestehen, da - obgleich viele Länder solche Steuern einführen sollten, um die vereinbarten Ziele etwa um die gleiche Zeit zu erreichen - zwischen ihnen kein detailliertes Abkommen über den genauen Zeitablauf besteht oder welche Industrien in welchem Umfang betroffen sein werden. Im Gegensatz hierzu könnten bei SP SPEZIFISCHE Industrien, Produkte oder Steuern als Teil von SP identifiziert werden, nachdem die wahrscheinliche Wirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit jeder Nation beurteilt und sie notwendigenfalls ALS TEIL des Abkommens dafür entschädigt wurde. 

    Und schließlich - das Wichtigste - werden internationale Verträge von REGIERUNGEN eingeleitet, und NICHT von der Zivilgesellschaft. (Bestenfalls wird die Zivilgesellschaft vielleicht aufgefordert, einen Vertrag mittels Referendum zu ratifizieren). Man könnte daher sagen, dass im Fall von konventionellen Vertragsabschlüssen "Regierungen die Zivilgesellschaft führen". Wenn jedoch ein Land bei weitem das Mächtigste der Welt ist, wie dies die USA sind, so besteht für dessen Regierung absolut kein Zwang zur Kooperation bei Verträgen oder Abkommen, die auf irgend eine Weise seine Macht, Handlungsfreiheit oder seinen Lebensstil, usw. reduzieren oder beeinträchtigen könnten. Dies ist im Wesentlichen der Grund, weshalb die USA in Bezug auf das Kyoto-Protokoll, das Internationale Strafgericht oder die meisten anderen derartigen Verträge nicht "mitspielen", denn sie betrachten sie als eine Bedrohung ihrer dominierenden Wirtschaftsposition. (Und, seien wir offen , wenn sich ein anderes Land in der gleichen Lage befände wie die USA, wäre seine Haltung dann anders?). Wenn ein Land eine dominierende Stellung inne hat, befinden wir uns daher in einer Sackgasse; die Fähigkeit von Regierungen zur Führung dieses Prozesses wird dadurch praktisch nutzlos gemacht, denn ohne die Beteiligung der dominierenden Regierung kann nichts Nützliches erreicht werden. 

    SP ist anders, denn sie erlaubt den Mitgliedern der Zivilgesellschaft, durch Annahme von SP nicht nur eine Beteiligung an der Formulierung des "Vertrags" (d.h. der SP-Maßnahmen) selbst, sondern - weil die Annahme von SP eine Verpflichtung seitens der Annehmenden, darstellt, wem sie in zukünftigen Wahlen ihre Stimme geben werden - versetzt sie auch in die Lage, auf Politiker intensiv Druck auszuüben, dass sie kooperieren (d.h. sie unter Druck zu setzen, SP anzunehmen). Mit anderen Worten: mit SP besitzt die Zivilgesellschaft das Potenzial, Regierungen zu lenken, und nicht umgekehrt. Und diese Anwendung von SPs neuer Form des Wählerdrucks durch die Bürger - besonders diejenigen der USA - ist daher potenziell in der Lage, die US-Regierung zur Kooperation zu veranlassen und damit die gegenwärtige Sackgasse der US-Dominanz aufzubrechen. 


    3. "Aber was ist mit dem Kyoto-Protokoll? Es wurde auch ohne die USA beschlossen, warum brauchen wir dann ALLE Nationen, um solche Abkommen simultan durchzuführen?" 

    Der Hauptgrund, weshalb das Kyoto-Protokoll auch ohne Beteiligung der USA seinen Fortgang nahm, war, dass die gegenwärtigen Vertragsvorschriften so gemäßigt sind. Der wahrscheinliche Verlust an Wettbewerbsvorteil, den die Nationen möglicherweise erleiden werden, die das Protokoll durchführen, ist als solcher daher verglichen mit den Vereinigten Staaten wahrscheinlich nicht sehr signifikant. Würden die Protokollvorschriften jedoc sehr viel strengere Emissionsreduzierungen fordern, die notwendig wären, um eine wirklich signifikante Auswirkung auf die Erderwärmung zu erreichen - so würde man bald feststellen, dass keine größere Nation zur Durchführung bereit wäre, falls nicht alle das Gleiche tun würden; denn die signifikanten zusätzlichen Kosten, die ihre Industrien im Vergleich mit denjenigen der nicht beteiligten Länder zu tragen hätten, wären in wirtschaftlicher Hinsicht nicht tragbar: der Wettbewerbsnachteil wäre einfach zu groß. Wollen wir also internationale Abkommen, die eine wirklich signifikante Auswirkung auf Umweltprobleme haben, zu deren Lösung sie gedacht sind, werden wir diese nicht bekommen, so lange nicht alle oder praktisch alle Nationen sie gleichzeitig durchführen. Daher die dringende Notwendigkeit für SP! 

    Vorstehende Denkweise ist auch in Bezug auf viele sonstigen internationalen Initiativen relevant. Nehmen wir die Tobin-Steuer beispielsweise. Eine derartige grenzüberschreitende Steuer könnte, sagen Einige, einseitig von einer beschränkten Gruppe von Nationen - sagen wir diejenigen der Europäischen Union - eingeführt werden. Dies mag sein. Doch die Wirksamkeit der Steuer hängt davon ab, wie hoch sie ist. Um wirklich effektiv zu sein, muss der Steuersatz relativ hoch sein. Doch je höher die Steuer, je stärker der Anreiz für Händler, ihre Unternehmungen zwecks Vermeidung außerhalb der Länder, die diese Steuer einführen, zu verlegen. Sollte die Europäische Union jemals die Tobin-Steuer einseitig einführen, ist folglich wahrscheinlich, dass sie derart gemäßigter und unbedeutender Natur ist, dass sie wenig oder nichts dazu beitragen wird, die Spekulation in Fremdwährungen abflauen zu lassen. Es ist diese Logik, die zeigen sollte, dass das, was zur Sicherung unserer g lobalen Zukunft notwendig ist, die Einführung robuster Steuern und Maßnahmen seitens aller oder praktisch aller Nationen ist und diese wirklich signifikante Wirkung haben müssen. Daher die Notwendigkeit für SP. 


    4. "Aber ist es denn wirklich notwendig, ALLE Nationen zur Annahme von SP zu bewegen, ehe ihre Durchführung eingeleitet werden kann? Das wird doch sicher nie passieren." 

    Nein, es ist nicht unbedingt notwendig. Das SP-Kriterium "alle, oder praktisch alle Nationen" sollte nicht als festgeschriebene Bedingung verstanden werden, sondern eher als eine Strategie zum Aufbau eines Konsensus, ein Weg zur Beseitigung wesentlicher Einwände und um Menschen, Organisationen und Regierungen zum "Ja" anstatt "Nein" Sagen zu solchen politischen Zielsetzungen zu bewegen. 

    Nehmen Sie die Einführung der Tobin-Steuer. Es herrscht eine große Debatte, ob sie in der Praxis in Europa alleine sicher eingeführt werden könnte oder ob die USA und andere Nationen mit bedeutenden Finanzzentren mit einbezogen werden müssten. Diese Debatten drehen sich jedoch im Kreis und nichts wird getan, weil keine sichere Basis zu einer Zusammenarbeit bei der Durchführung dieses Vorschlags besteht. Daher wird einfach nur die Frage an eine Regierung: "Werden Sie die Tobin-Steuer unterstützen?" wahrscheinlich eine negative Antwort erhalten. Wird andererseits jedoch gefragt: "Werden Sie die Tobin-Steuer auf der Basis unterstützen, dass alle oder praktische alle Nationen sie simultan einführen?" werden alle vorherigen wesentlichen Einwände verschwinden und die Chance, dass die Antwort "Ja" lauten könnte, wird sehr viel besser sein. Und je mehr Nationen Ja sagen, je mehr wächst der moralische Druck und der Druck der öffentlichen Meinung auf die Restlichen. Das ist daher die SP-Strategie: der Aufbau eines ausreichenden Konsensus zur Durchführung aller notwendigen politischen Maßnahmen, die eine Auswirkung auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit haben. ISPO gruppiert mit SP einfach nur all diese politischen Zielsetzungen "unter einem Dach". 


    5. "Aber wäre es nicht praktisch unmöglich, alle Nationen dazu zu bringen, sich auf gemeinsame politische Ziele zu einigen, wenn sie besonders im letzten Moment der Verhandlungen ihre Position dauernd ändern würden?" 

    Vergessen Sie nicht, dass die SP-Maßnahmen von den Zivilgesellschaften der ganzen Welt entworfen und beschlossen werden - nicht von politischen Parteien, Regierungen oder nicht rechenschaftspflichtigen globalen Institutionen. Zwar können Organisationen, politische Parteien und Regierungen SP symbolisch annehmen, es ist jedoch nur die Annahme des einzelnen Menschen, die wirklich zählt. Daher bedeutet Ihre Annahme von SP Ihre persönliche Verpflichtung, wie sie bei zukünftigen Wahlen ihre Stimme abgeben werden. Und Organisationen haben keine Stimme, nur der einzelne Mensch. Die Kontrolle des politischen Inhalts von SP liegt daher fest in den Händen der Bürger, die SP annehmen. 

    Man sollte sich also daran erinnern, dass politische Parteien und Regierungen in vielen Fällen SP nicht aus eigenem Entschluss annehmen; sie tun es, weil ihr Wahlerfolg davon abhängig geworden ist. Denn wenn sie SP nicht annehmen, werden Wähler für einen anderen Politiker stimmen, der es getan hat. Organe wie politische Parteien oder Regierungen haben daher keine Möglichkeit "ihre Position zu ändern" oder zu "feilschen". Sie nehmen infolge des Wahldrucks einzelner Menschen, die SP angenommen haben, entweder an oder nicht - so einfach ist das. 

    Weiterhin ist wichtig, SP als einen fortschreitenden Prozess vor dem Hintergrund einer Welt zu sehen, die sich stetig auf eine Katastrophe zu bewegt. Wenn sich die Menschen überall - auch Geschäftsleute und Politiker - zunehmend bewusst werden, dass das Wasser uns schon bald über den Kopf steigen wird, wird der Druck nach Abkommen und Kooperation unter den Nationen gleichermaßen zunehmend intensiv werden. Erderwärmung, Terrorismus, der wachsende Abstand zwischen Reich und Arm, und so weiter sind alles Beweise für diesen "Wasseranstieg". SP bietet Bürgern und Nationen einen friedlichen Weg, die Oberfläche zu erreichen. Und mit der zunehmenden Annahme von SP in immer mehr Ländern wird der Gedanke, dass eine Nation von den SP-Bedingungen abweichen könnte, praktisch undenkbar geworden sein. Denken Sie Erstens daran, dass Politiker SP nur angenommen haben, weil ihr Wahlerfolg davon abhängig sein wird. Sollten sie daher in Bezug auf SP ihr Verspechen nicht halten, w ürde dies die Wähler lediglich dazu bewegen, bei den nächsten Wahlen für einen anderen Kandidaten zu stimmen. Das Versprechen nicht zu halten, wäre daher völlig unlogisch und vergleichbar mit politischem Selbstmord. Zweitens würden mit zunehmender Annahme von SP durch mehr und mehr Nationen, diejenigen, die sich einer Annahme widersetzen unter immer stärkeren internationalen Druck geraten (wozu möglicherweise wirtschaftliche Sanktionen oder ein Boykott gehören könnten). Und schließlich macht die schlechter werdende globale Situation zunehmend klar, dass jede Nation durch Kooperation bei der Einführung von SP sehr viel mehr zu gewinnen hat, als durch Widerstand. Bis dahin wäre daher der Gedanke, bei der Durchführung von SP NICHT zu kooperieren, ebenso undenkbar geworden, wie der Gedanke, dass Nationen NICHT im Wettbewerb miteinander stehen könnten, dies heute ist! 


    6. "Auf Ihrer Website listen Sie eine ganze Reihe politischer Maßnahmen auf. Was ist jedoch, wenn ich sie nicht für sehr angemessen halte oder andere Ideen vorbringen möchte? Sind die SP-Maßnahmen völlig festgeschrieben? Oder habe ich ein Mitspracherecht?" 

    Ja, Sie haben ein Mitspracherecht und es ist wichtig, daran zu denken, dass die auf unserer Website aufgelisteten Maßnahmen nur Ideen oder Beispiele dafür sind, wie SP aussehen könnte. Wenn Sie daher SP annehmen, tun Sie es nur vorläufig, da SPs Maßnahmen noch nicht festgelegt sind. Wenn Sie SP annehmen, sichern Sie sich in der Tat auch das Recht, sich - wenn Sie möchten - an der Formulierung der SP-Maßnahmen zu beteiligen. Weitere Einzelheiten, wie Sie teilnehmen können, werden nachstehend erklärt oder stehen von ISPO zur Verfügung. Wenn Sie JETZT kommentieren möchten, können Sie dies über unsere Ihre Ideen-Seite tun. Es handelt sich folglich um einen völlig flexiblen, demokratischen Prozess. Und wenn Sie die sich ergebenden Maßnahmen zu irgend einem Zeitpunkt nicht mögen oder sonst ein Problem mit SP oder ISPO haben, steht es Ihnen jederzeit frei, ihre Annahme zurückzuz iehen. 


    7. "Wenn also SPs politische Maßnahmen noch definiert werden müssen und die Annahme von SP daher nur vorläufig ist, wie erlaubt es uns dann die vorläufige Annahme von SP, in irgend einer Weise eine Wirkung zu erreichen?" 

    Bürger eines Wahlbezirks, die SP vorläufig annehmen, verpflichten sich immer noch, bei zukünftigen Wahlen (innerhalb eines vernünftigen Rahmens) für DEN Politiker oder DIE Partei zu stimmen, der/die ebenfalls SP vorläufig annimmt. Hierdurch und durch die Publizierung ihrer Annahme mit Hilfe von Aufklebern in Autos und Fenstern, usw. machen sie Politiker auf die Notwendigkeit aufmerksam, sowohl vor als auch während der Wahlen SP zu berücksichtigen. 

    Und die zunehmende Anzahl Menschen, die SP vorläufig annehmen, wird mit Sicherheit in den Köpfen der Politiker Unsicherheit entstehen lassen, ob in ihrem Wahlkreis eine kritische Zahl solcher Menschen zu finden ist oder nicht. Sie wären daher klug, sich abzusichern, indem sie selbst SP vorläufig annehmen und damit vermeiden, kritische Stimmen an Rivalen zu verlieren, die SP vorläufig angenommen haben könnten, um den SP-Stimmenblock anzuziehen. 

    Daher wird die Unterstützung von SP im politischen Engagement von Parlamentsmitgliedern und Kandidaten eine Rolle zu spielen beginnen. Und je knapper der Wahlkampf gefochten wird, um so stärker wird auch ihr Bedürfnis sein, SP vorläufig anzunehmen und ihre Unterstützung für SP-Themen zu beweisen. Die Annahme von SP ist daher - selbst wenn sie nur vorläufig ist - nach wie vor ein starkes Mittel zum Aufbau von SPs politischer Schlagkraft. 


    8. "In welcher Beziehung stehen die Kampagne zur Annahme von SP und der Prozess der Formulierung von SP-Maßnahmen zueinander?" 

    Es ist zu erwarten, dass die Formulierung der politischen Zielsetzungen langsame Fortschritte macht und allmählich mit der weitergehenden SP-Kampagne genauer definiert wird, jedoch wahrscheinlich im Wesentlichen bis zu dem Zeitpunkt vorläufig bleibt, an dem wir uns einer zwischenstaatlichen Durchführung nähern. Und es ist zu erwarten, dass die Formulierung der Maßnahmen hinter der öffentlichen Bewusstseins-Kampagne zur Förderung der vorläufigen SP-Annahme durch Einzelpersonen und Organisationen weltweit her hinkt. 

    Doch diese beiden Prozesse reagieren in einer Art von Dialog auf einander. Je schneller sich der Annahmeprozess verstärkt, je früher wird sich ein Datum für eine erreichbare Durchsetzung abzeichnen. Wenn dies geschieht, wird sich die Kampagne zunehmend auf Definition und Aushandeln der politischen Zielsetzungen konzentrieren. 


    9. "Welche Organisationsstruktur sieht ISPO auf nationaler und lokaler Ebene vor, um die Ziele der Organisation zu erreichen?" 

    Das SP-Projekt beruht auf dem Konzept der Nationalstaaten und wie sich ihre Zusammenarbeit erreichen lässt. SP-Organisationen werden daher so weit wie möglich in jedem Land der Welt als Nationale Simultanpolitik-Organisationen (NSPOs) eingerichtet. 

    Ihre Struktur wird in jedem einzelnen Fall den doppelten Prozess der Formulierung politischer Zielsetzungen und vorläufiger Annahme reflektieren. Und - vorbehaltlich der internen Zustimmung durch die NSPOs - in jedem einzelstaatlichen Wahlbezirk werden lokale SP-Gruppen gebildet. 

    Zur Zeit werden Vorbereitungen für die Gründung der ersten NSPO (SP-UK) als gemeinnützige, demokratisch organisierte und auf Mitgliedschaft beruhende Organisation getroffen, mit Gremien für Treuhänder, Management und Vertreter der politischen Zielsetzungen, die durch regionale und lokale Koordinatoren unterstützt werden. 


    10. "Welche Organisationsstruktur ist für ISPO auf globaler Ebene vorgesehen?" 

    Die Form und Struktur der International Simultaneous Policy Organisation (ISPO) auf globaler Ebene existiert zur Zeit auf der Basis des E-mail Austauschs durch informelle Konsensvereinbarungen zwischen freiwillig Beteiligten. 

    Nachdem die Organisation zu gegebener Zeit jedoch auf eine formelle Grundlage gestellt wurde, ist zu erwarten, dass die ISPO bei der Koordinierung der Kampagnemaßnahmen der NSPOs assistiert und in Verbindung mit NSPOs den Prozess der Formulierung und Aushandlung politischer SP-Maßnahmen erleichtert. Es ist anzunehmen, dass der Prozess der Formulierung politischer Zielsetzungen über ein Globales Maßnahmengremium statt findet, das aus international anerkannten jedoch unabhängigen sachverständigen Beratern besteht. (Sie müssen nicht notwendigerweise SP angenommen haben und es wird erwogen, dass die Arbeit dieses Gremiums zur Optimierung der erforderlichen Sachkenntnis mittels gegenseitiger Verhandlungen an eine Nicht-Regierungsorganisation (NRO) delegiert werden könnte, die ISPOs Ziele teilt). Vom Globalen Maßnahmegremium würde verlangt, SP-Maßnahmen vorzuschlagen und dabei die Vorschläge einzelner Mitglieder zu berücksichtigen. Und es würde Abänderungen der ursprünglichen Vorschläge vermitteln, die in speziellen Fällen, denen alle NSPOs zustimmen müssten, zur Freistellung bestimmter Nationen oder als Änderungen für diese Nationen erforderlich sein könnten. 

    Eine weitere zentrale und zur Zeit in der Entwicklung befindliche ISPO-Funktion ist, dafür zu sorgen, dass SP-politische Maßnahmen mittels Einbeziehung der Menschen, die SP angenommen haben, von unten nach oben entwickelt werden, und zwar durch einen Austausch zwischen dem Globalen Maßnahmegremium jeder NSPO, deren nationalem Gremium der Vertreter politischer Zielsetzungen und den lokalen Koordinatoren. Das Ziel dieser demokratischen Verfahren ist der Schutz der Rechte (hinsichtlich Ausarbeitung politischer Zielsetzungen) der Menschen, die SP angenommen haben, als stimmberechtigte Mitglieder bei den Verfahren ihrer NSPO zur Festlegung politischer Zielsetzungen. Letztlich wird jedoch die Souveränität einzelner Personen, die SP angenommen haben, auch durch die Möglichkeit garantiert, ihre Annahme - sollten sie dies wünschen - zu jeder Zeit zurückzuziehen. 


    11. "Aber ist es denn tatsächlich möglich, Maßnahmen zu definieren, die weltweit nutzbringend angewendet werden könnten?" 

    Es mag zwar heute schwer sein, sich solche politischen Zielsetzungen vorzustellen, wir können jedoch bereits sehen, dass viele Probleme der Weltwirtschaft, der Umwelt und andere Aspekte des Lebens in ihrer Reichweite wahrhaft global und dazu durch den destruktiven globalen Wettbewerb noch verschlimmert werden. Wir sehen in der Tat heute schon Vorschläge für politische Zielsetzungen auftauchen, die auf globaler, simultaner Durchführung basieren; der offensichtlichste ist die Tobin-Steuer. Ein weiterer wäre der vor dem Repräsentantenhaus (HR-2545) vorgebrachte Gesetzgebungsvorschlag der US-Kongressabgeordneten Eleanor Holmes Norton, der einen Verzicht auf US-Atomwaffen fordert, wenn alle Atomstaaten das Gleiche tun. Was die zukünftige Regulierung transnationaler Kapitalgesellschaften anbetrifft, so lässt sich doch sicher nur schwer sehen, wie jegliche signifikante Regulierung überhaupt auf anderer als globaler Basis und simultan durchgeführt werden könnte.& nbsp; 

    Während der globale Wettbewerb zunehmend intensiver wird, können also derartige global nutzbringenden politischen Zielsetzungen existieren und beginnen sich bereits abzuzeichnen. Es ist ISPOs Funktion, sie mit Hilfe der Menschen, die SP angenommen haben, der NROs und unabhängiger Sachverständiger zu definieren und weiter zu entwickeln, während die SP-Kampagne ihren Fortgang nimmt. 


    12. "Sie sagen, SP kann nur dann durchgeführt werden, wenn alle Nationen sie angenommen haben. Aber würde das nicht bedeuten, dass Regierungen SP als Ausrede benutzen könnten, um die notwendige Einführung von Umweltschutzgesetzen zu hinauszuschieben?" 

    Keineswegs - das Gegenteil ist eigentlich wahrscheinlicher, denn was SP erlaubt, ist eine Art Aussortieren von zwei fundamental verschiedenen Arten der Politik. 

    Als Erstes gibt es politische Zielsetzungen, die, falls einseitig von einer einzigen Nation oder Gruppe von Nationen durchgeführt, wahrscheinlich generell eine POSITIVE Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit dieser Nation/en haben würden. Dies sind offensichtlich diejenigen, die einseitig durchgeführt werden KÖNNEN und wären daher in jedem Fall NICHT Bestandteil der SP. Nationen, die solche politischen Zielsetzungen in Betracht ziehen, werden sie offensichtlich so bald wie möglich durchführen wollen. Denn schließlich - wenn sie es nicht täten - würden sie ihren Wettbewerbsvorteil VERLIEREN! 

    Als Zweites gibt es politische Zielsetzungen, die, falls einseitig von einer einzigen Nation oder Gruppe von Nationen durchgeführt, wahrscheinlich generell eine NEGATIVE Auswirkung auf Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung, Kapitalmärkte, usw. haben würden. Diese können NUR von allen (oder praktisch allen) Nationen simultan durchgeführt werden und wären daher in SP mit einbezogen. 

    Dieser Unterschied zwischen zwei Arten politischer Zielsetzungen lässt sie sich daher gegenseitig verstärken, gibt Regierungen und denjenigen, die sich an der Kampagne beteiligen, einen besseren Fokus und trägt gleichzeitig zur Mobilisierung der öffentlichen Unterstützung für SP und für einseitig durchführbare Maßnahmen bei. 


    13. "Die Industrieländer, d.h. entwickelten Länder sind aber doch völlig verschieden von Entwicklungsländern. Wie können Sie denn an alle appellieren?" 

    Während Globalisierung durch Kapitalgesellschaften die Welt immer fester in den Griff bekommt, beginnt sich ein global identifizierbares Muster abzuzeichnen, das für die Menschen in entwickelten und in Entwicklungsländern zur gemeinsamen Sache wird. Da nämlich in entwickelten Ländern Arbeitsplätze verloren gehen und Löhne stark gedrückt werden, was zu sozialen Härten führt, während die damit verbundene Verlegung von Arbeitsplätzen in Entwicklungsländer allgemein zu Niedrigstlöhnen und schlechtesten Bedingungen und oft zu einem signifikanten Preis für die Umwelt erfolgt. Und selbst dann ist die Zahl der durch diese Verlegung geschaffenen Arbeitsplätze relativ klein. Transnationale Kapitalgesellschaften erzielen somit riesige Gewinne auf der Basis der enormen Lohndifferenz zwischen entwickelten und Entwicklungsländern, ohne Arbeitnehmern in Entwicklungsländern signifikante Vorteile und garantiert keinerlei Vorteile für die Arbeitnehmer in entwickelten Ländern zu bieten. Es ist diese Praxis des "destruktiven" Handels, die den gemeinsamen Grund dafür bietet, dass SP die Menschen aller Nationen anspricht. 

    Weiterhin sind Umweltprobleme (wie etwa die Erderwärmung) offensichtlich Probleme, die Nord und Süd gleichermaßen betreffen und daher nur auf globaler Basis in Angriff genommen werden können. SP bietet die notwendige Basis der Zusammenarbeit zur Lösung solcher Probleme. 


    14. "Wie soll die Palette von SPs politischen Maßnahmen formuliert werden?" 

    Die ursprünglichen maßnahmepolitischen Vorschläge wurden in John Bunzls Buch Vorgeschlagene SP-Maßnahmen steht auf dieser Website zur Verfügung. Sie sind jedoch nur als Hinweis gedacht, denn es ist zu erwarten, dass die Menschen, die SP annehmen, sich an der intern von unten nach oben erfolgenden Formulierung SP-politischer Verfahren, die in Umrissen oben und ausführlicher nachstehend beschrieben werden, beteiligen. Es wird auch angenommen, dass ergänzende/aktualisierte Vorschläge durch NROs und andere offizielle oder inspirierende Quellen - wie etwa: 

    "Alternatives to Economic Globalization" by the International Forum on Globalization (Berrett-Koehler Publishers, Kalifornien, 2002); 

    "The Age of Consent", George Monbiot (Flamingo, London, 2003); 

    "Localization - A Global Manifesto", Colin Hines (Earthscan, London, 2000) 

    ebenfalls SP-politische Inhalte informieren und inspirieren werden. 

    In diesem frühen Stadium der SP-Kampagne werden derzeit die Möglichkeiten einer erfolgreichen Formulierung politischer Maßnahmen entwickelt. Zur Zeit wird jedoch folgender Prozess als ein Weg ins Auge gefasst, auf dem die Formulierung von SP-Maßnahmen erfolgen könnte. 

    Aus praktischen Gründen ist es wahrscheinlich, dass ISPO eine Reihe eminenter und global repräsentativer Denker, Wirtschaftswissenschaftler, Ökologen und anderer Sachverständiger einladen würde, ein Globales Maßnahmegremium zu bilden oder möglicherweise ein geeignetes externes NRO-Gremium ernennen würde. Das Globale Maßnahmegremium würde mit der Entwicklung einer vorgeschlagenen Reihe von SP-Maßnahmen beauftragt, die dann den nationalen Gremien der Vertreter der Politischen Zielsetzungen jeder Nationalen Simultanpolitik-Organisation (NSPO) vorzulegen ist. 

    Es wird erwartet, dass die maßnahmepolitischen Vorschläge des Globalen Maßnahmegremiums über das Gremium der Vertreter der Politischen Zielsetzungen jeder NSPO allen, die SP angenommen haben, zwecks Kommentar, Empfehlung und Feedback vorgelegt würden. Jedes nationale Gremium der Vertreter der Politischen Zielsetzungen wäre für die Beurteilung der wahrscheinlichen Auswirkung der Vorschläge des Globalen Maßnahmegremiums auf sein Land verantwortlich. Um eine solche Beurteilung vorzunehmen, würde jedes Gremium der Vertreter der Politischen Zielsetzungen die Menschen, die SP angenommen haben, sowie andere NROs, Beraterstäbe, Regierungsgremien und andere externe Gremien ausführlich konsultieren. Auf der Basis ihrer Kommentare und anderer Empfehlungen, würde jedes Gremium der Vertreter der Politischen Zielsetzungen dem Globalen Maßnahmegremium antworten und die gewünschten Ausnahmen oder Abänderungen an den ursprünglichen Vorschlägen des Globalen Maßnahmegremiums auflisten. Es gehörte dann zum Verantwortungsbereich dieses Gremiums, alle vorgeschlagenen Änderungen zwischen allen NSPOs auszuhandeln, um eine endgültige Vereinbarung zu erzielen, die für die Gremien der Vertreter der Politischen Zielsetzungen aller NSPOs und die jeweiligen Menschen ihres Landes, die SP angenommen haben und denen gegenüber sie rechenschaftspflichtig sind, akzeptable ist. 

    Es ist zu erwarten, dass dieses Mehrwegverfahren aus maßnahmenpolitischen Vorschlägen, Feedback, Verhandlungen und Verbesserungen im Verlauf der Annahmekampagne mehrmals vor sich gehen. Auf diese Weise kann SP-Politik mit Hilfe der aktiven Mitwirkung der Annehmenden entwickelt werden und gleichzeitig einen Nutzen aus der Sachkenntnis und Erfahrung sachverständiger Entscheidungsträger, NROs und sonstiger externer Gremien ziehen. 

    Erst wenn die Annahmekampagne sich ihrem Abschluss nähert, würde eine letzte Verhandlungsrunde organisiert, mit der Absicht die SP-Maßnahmen kurz vor ihrer Durchführung endgültig festzulegen. An dieser Stelle - und angenommen, ein Übereinkommen wird erreicht - wäre die Annahme von SP nicht länger vorläufig sondern vorbehaltlos. Es muss jedoch betont werden, dass der vorstehende maßnahmepolitische Formulierungsprozess in diesem Stadium ebenfalls vorläufig ist. 


    15. "Und wie um Himmels willen werden Sie jemals ein Land wie die USA dazu bringen, SP anzunehmen? Die beiden dortigen großen Parteien werden von den Interessen der Kapitalgesellschaften dirigiert, also wird doch sicher keine der Beiden jemals SP annehmen?" 

    Die von ISPO verwendete Strategie, um Annahme von SP seitens der großen politischen Parteien zu erreichen, würde je nach Wahlsystem von Land zu Land variieren. In Mehrheitswahlsystemen, wie sie beispielsweise in Großbritannien oder in den USA existieren, funktioniert SP NICHT mittels Gründung einer weiteren politischen Partei, sondern dadurch, dass die bestehenden politischen Parteien dazu gebracht werden, miteinander zu konkurrieren. 

    Diese Konkurrenz wird noch intensiver, weil die zunehmende Wahrscheinlichkeit besteht, dass immer mehr Wahlen von einer relativ kleinen Anzahl Menschen entschieden werden. Der Grund dafür ist, dass die "Befehle" des internationalen Konkurrenzkampfs ALLE wichtigen politischen Parteien gezwungen haben, eine eingeengte, markt- und kapitalgesellschaftsfreundliche Haltung einzunehmen. Daher sehen Wähler in zunehmendem Umfang nur einen geringen oder gar keinen Unterschied zwischen ihnen - weshalb die Unterstützung dieser Parteien relativ gleichmäßig verteilt ist. Dies ist auch der Grund für die zunehmende Wählerapathie. 

    Hier also ein Beispiel, wie SP in den USA angenommen werden könnte. Sie werden sich erinnern, dass während der letzten Präsidentschaftswahlen in den USA im Jahr 2000 das gesamte Ergebnis von nur 2000 Stimmen in Florida abhing. Stellen Sie sich nun diese Situation bei einer zukünftigen Wahl vor und nehmen wir an, dass zu jenem Zeitpunkt etwa 5000 Wähler in Florida und eine ähnlich kritische Zahl in den anderen wesentlichen US-Staaten SP angenommen hätten. Dann würde - etwa zwei Wochen vor der Wahl - die US Simultaneous Policy Organisation (ISPO-USA) eine Pressemitteilung veröffentlichen und verkünden, dass alle, die SP in den USA angenommen haben, ihrem Annahmeversprechen entsprechend für DEN/DIE Kandidaten/Kandidatin der Republikaner oder Demokraten wählen werden, der/die SP als Erste/r annimmt. 

    Angenommen, es bestehe eine ähnliche, auf Messers Schneide stehende Situation wie im Jahr 2000, fragen Sie sich, was Sie als amtierender Präsidentschaftskandidat einer der beiden großen Parteien unter diesen Umständen im Büro des US-Präsidenten im Weißen Haus zu entscheiden hätten. Nehmen Sie SP nicht an, doch Ihr Gegner tut es, haben Sie vielleicht gerade die Präsidentschaft verloren. Andererseits würden Sie, wenn Sie als Erste/r SP annahmen, nicht nur den SP-Stimmenblock für sich gewinnen, Sie würden auch Nichts riskieren, weil die Durchführung von SP nur dann vorangeht, wenn alle oder praktisch alle Nationen das Gleiche tun. 

    Was würden Sie tun? 


    16. "Aber was ist mit den so genannten "Ländern der dritten Welt", bei deren Regierungen es sich entweder um eine Diktatur handelt oder die sehr stark von ausländischen Kapitalgesellschaften oder Interessen beeinflusst werden? Wie bekommen Sie diese Länder dazu, SP anzunehmen?" 

    Wie diese Frage schon andeutet, werden die meisten dieser Länder infolge der Interessen ausländischer Kapitalgesellschaften oder Regierungen im gleichen elenden Zustand gehalten. Druck wäre daher am wirksamsten zuerst auf die reichen Länder oder Kapitalgesellschaften auszuüben, die für das Weiterbestehen dieser Situation verantwortlich sind. Wenn die Wähler in den reichen Ländern mittels ihrer Annahme von SP ihre politischen Parteien und Regierungen dazu bringen können, SP anzunehmen, werden die korrupten Regierungen in Ländern der Dritten Welt, die von ihnen unterstützt werden, gleichermaßen unter diesen Druck geraten. Können spezifische Kapitalgesellschaften identifiziert werden, könnten die Menschen, die in reicheren Ländern SP angenommen haben, den Verbraucherboykott solcher Gesellschaften organisieren und darauf bestehen, dass der Boykott so lange fortgesetzt wird, bis die betreffenden Gesellschaften ausreichend Druck auf die betreffenden Regierungen ausgeübt habe n, SP anzunehmen. Damit soll jedoch nicht der Druck unterschätzt werden, der auf diese Regierungen durch die Menschen dieser Länder selbst ausgeübt werden kann. Auch sie können sich mit denjenigen, die in den reicheren Ländern SP angenommen haben, zusammentun, um all unsere Regierungen dazu zu bringen, SP anzunehmen. 


    17. "Ich kann schon sehen, wie SP zur Lösung einiger der dringendsten wirtschaftlichen und umweltbezüglichen Probleme der Welt beitragen würde, doch welche Wirkung hätte die Simultanpolitik auf den Waffenhandel und die Kriegsdrohung?" 

    Der beste Weg zur Beantwortung dieser Frage ist vielleicht die Entwicklung der Europäischen Union (EU) als Beispiel. In den letzten Jahrhunderten bestand Europa aus unzähligen Nationen, die mehr oder weniger dauernd Krieg miteinander führten. Große Mengen an Waffen wurden in Europa während dieser Kriege produziert und verbraucht und Millionen Menschen starben. 

    Doch als die Nationen Europas allmählich lernten, auf wirtschaftlichem und in gewissem Umfang auch politischen Gebiet miteinander zu kooperieren und sich jetzt in der EU zusammengeschlossen haben, ist der Gedanke, dass sie jemals wieder gegeneinander Krieg führen könnten praktisch undenkbar geworden. Obgleich daher zwar noch immer große Mengen an Waffen in der EU produziert werden, dienen sie jetzt nur noch dem "Verbrauch" außerhalb ihrer Grenzen. Der Markt, den die EU selbst für die Verwendung/den Verbrauch solcher Waffen darstellte, wurde damit abgeschafft, weil sie wandelte sich im Wesentlichen zu einer kooperativen Gruppe von Nationen. 

    SP weitet diese Denkweise auf globale Ebene aus, denn sie liefert eine Basis, auf der ALLE Nationen zusammen globale Probleme durch simultane Regierungsmaßnahmen und Steuern über nationale Grenzen hinweg lösen können, mit entsprechender Umverteilung und Entschädigung untereinander. Dies ist daher, wenn Sie so wollen, eine Form der Kooperation, die dem ähnlich (wenn auch nicht identisch) ist, was in der EU geschah. Und wenn Kooperation durch SP erweitert werden kann, so dass alle Nationen erfasst werden, wäre die ganze Welt weitgehend kooperativ anstatt kompetitiv geworden. Und daher wäre, wie dies bei Europa der Fall war, der globale Markt für große Waffenmengen - d.h. für ihre Notwendigkeit - effektiv abgeschafft worden. 

    Dies will nun nicht heißen, dass alle Kriege aufhören würden. Ich denke jedoch, dass Sie sehen können, wie die gesamte globale Atmosphäre durch SP bis zu einem Punkt verändert würde, an dem die Chancen eines großen Krieges äußerst gering geworden wären und wo außerdem für alle Nationen ein starker Anreiz bestünde, dafür zu sorgen, dass die Dinge so blieben. Das beste Gegenmittel für Krieg ist Kooperation! 


    18. "Wie steht es mit der Möglichkeit, dass ISPO von "denen da oben" unterwandert oder kooptiert wird, was so oft bei Bewegungen vorkommen kann, die so aussehen, als könnten sie deren Interessen ernstlich gefährden?" 

    Man könnte auf den Gedanken kommen, dass ISPOs universale Einschließlichkeit eine Unterwanderung durch subversive Quellen, die unser Ziel einer gerechteren und friedlicheren Welt unterwandern wollen, auf sich ziehen könnte. Doch diese Einschließlichkeit ist in der Tat ISPOs bester Schutz gegen diese Möglichkeit. Und zwar, weil die ISPO ihre politische Macht lediglich durch einzelne Menschen, die SP annehmen, erhält. Selbst wenn also ISPO durch böswillige Menschen 'unterwandert' würde, hätten sie jeder nur EINE Stimme und könnten daher nur wenig gegen die große Mehrheit der anderen, die SP angenommen haben, ausrichten oder sie beeinflussen. 

    Natürlich kann es, wie bei allen anderen Organisationen, niemals eine absolute Garantie geben, dass ISPO nicht unterwandert, kooptiert oder nur einfach schlecht verwaltet würde. Doch selbst wenn dies der Fall wäre, ist eine Sicherheit eingebaut, die darin besteht, dass die Menschen, die SP angenommen haben, ihre Annahme jederzeit einfach zurückziehen können, wenn sie die ISPO-Führung nicht mögen oder mit den vorgeschlagenen politischen Zielsetzungen oder aus anderen Gründen nicht mit SP oder ISPO einverstanden sind. Sollte dies en masse, geschehen, würde dies zum Implodieren der Organisation führen. Dies ist daher an sich schon eine gute Garantie, die entweder ISPOs Kooptierung durch subversive Einzelne, die SP angenommen haben, oder das Aufdrängen politischer Zielsetzungen oder Verfahren verhindern würde, denen die Menschen, die SP angenommen haben, generell nicht zustimmen. 


    19. "Die Erwartung, dass alle Nationen SP annehmen, ist doch sicherlich nur ein Wunschtraum. Ist der SP-Vorschlag daher wirklich realistisch?" 

    Nun, die Hauptfrage ist doch sicherlich, ob unter den gegebenen Umständen einseitige Durchführung mehr oder weniger realistisch ist als simultane Durchführung? Wie realistisch ist es schließlich, zu erwarten, dass eine einzige Nation oder eine beschränkte Gruppe von Nationen einseitig politische Zielsetzungen durchführt, die wahrscheinlich als gegen ihre eigenen Interessen stehend gelten und den sofortigen und potenziell katastrophalen Zorn der globalen Finanzmärkte auf sich ziehen würde? Höchst unwahrscheinlich, werden Sie sicher zugeben. Obgleich daher zwar das Erreichen von SP zugegebenermaßen höchst ehrgeizig erscheinen mag, ist es logischerweise schwer, sich einen anderen Weg vorzustellen, auf dem solche politischen Zielsetzungen durchgeführt werden könnten. 

    Wenn man sich jedoch andererseits vorstellt, dass ISPO mit Unterstützung der Global Justice-Bewegung in der Lage gewesen wäre, die Annahme von SP durch die EU, die USA und Japan zu erreichen, scheint die Aussicht, dass alle oder praktisch alle anderen Länder nicht mehr aus der Reihe tanzen werden, nicht mehr so unvorstellbar. Weiterhin könnte - während das wirtschaftliche, soziale und umweltpolitische Dilemma der Welt sich im Verlauf der kommenden Jahre verschlimmert, was bedauerlicherweise unvermeidlich zu sein scheint - der Druck auf Politiker und Geschäftsleute, den SP-Ansatz zu unterstützen, zunehmend wahrscheinlicher werden. Denn obwohl SP heute der globalen Elite als gründlich unerwünscht erscheinen mag, könnte sie dann als durchaus sehr wünschenswert zu erscheinen beginnen. Denn wenn die Umstände schließlich so schlimm werden dass eine Fortsetzung des Status Quo wahrscheinlich nur zum Desaster zu führen scheint, mag es bis dahin für Politiker und Gesellschaftsint eressen undenkbar geworden - und keine Option mehr - sein, nicht zu erwägen, bei der Unterstützung der Durchführung von SP mitzuwirken. Zu jenem Zeitpunkt läge es daher potenziell im besten Interesse praktisch aller, bei der Durchführung von SP zu kooperieren. 


    20. "Es gibt so viele lokale Initiativen, von Öko-Städten zu Bio-Bauernhöfen, von LETS-Systemen bis zu kleinen genossenschaftlichen Geschäften - und es gibt immer mehr, die dauernd damit einen Anfang machen. Und dazu kommt: dies geschieht JETZT! Warum brauchen wir dann SP? Sind diese Lokalinitiativen nicht der einzige Weg? Reichen sie nicht aus, Nachhaltigkeit in der Welt zu erreichen?" 

    ISPO begrüßt und unterstützt all diese Bemühungen und ist der Ansicht, dass sie an sich absolut gültig sind und gefördert werden sollten. Vor allem weisen sie den Weg zu einem nachhaltigen Lebensstil und einer nachhaltigen Wirtschaft für die Zukunft. Wir glauben jedoch nicht, dass sie genug sind. Zwar wenden sich viele Menschen diesen neuen Lebensstilen zu, doch viele Milliarden tun es nicht. Und diese Milliarden werden wahrscheinlich nach wie vor in den Bann des Konsumerismus geschlagen und höchst abhängig von der globalen Wirtschaft bleiben. Auch ist nicht anzunehmen, dass kleine Initiativen allmählich die bestehende globale Wirtschaft auf gute, friedliche Weise ersetzen werden. Während die wirtschaftlichen, umweltbezogenen und sozialen Beeinträchtigungen allmählich an Größe und Intensität zunehmen, während die globale Wirtschaft auseinander zu brechen beginnt, halten wir es nicht für unwahrscheinlich, dass ziviler Ungehorsam und soziale Unruhen entstehen könnten. Und unter diesen Umständen wären kleine Initiativen, die so liebevoll und mühevoll über viele Jahre aufgebaut wurden, in Gefahr, überlaufen und zerstört zu werden, wenn die Regale in den Supermärkten leer werden und die Tankstellen trocken sind. Angesichts dieser Möglichkeit unterstellen wir, dass es keinen Ersatz für eine ordnungsgemäße Gesetzgebung und Regierungsform gibt. Weshalb daher nicht "Global, nicht nur lokal handeln"? Machen Sie weiter mit Ihren lokalen Initiativen, was immer sie auch sein mögen. Doch handeln Sie auch global, indem sie SP annehmen!


    21. "Wie steht es mit der Macht der Verbraucher, den Verantwortlichkeitsinitiativen der Kapitalgesellschaften und der 'Triple Bottom Line '? Sie sorgen doch gewiss schon dafür, dass nicht-willige Kapitalgesellschaften nicht aus der Reihe tanzen, oder?" 

    Auch hier wieder begrüßt ISPO die Bemühungen, ein verantwortungsbewusstes Verhalten der Kapitalgesellschaften zu erreichen. Man muss jedoch daran denken, dass diese Gesellschaften und ihre Führung in einer stark wettbewerbsorientierten Umgebung handeln. Jede Gesellschaft, die auf sozial verantwortliche und umweltbewusste Weise handelt und damit höchst wahrscheinlich ihre Betriebskosten erhöht, setzt sich der Gefahr aus, am Markt ihrer Konkurrenz gegenüber benachteiligt zu sein, da diese solche Skrupel eventuell nicht besitzt. Kapitalgesellschaften können es sich daher weitgehend nur leisten, so verantwortungsbewusst zu sein, wie ihre Hauptkonkurrenten erlauben. Alle Initiativen, ihr gutes Verhalten zu erreichen sind daher zu begrüßen - sie reichen jedoch nicht aus. Auch hier wieder ist ISPO der Ansicht, dass es keinen Ersatz für ordnungsgemäße adäquate Regulierung gibt. Weshalb daher nicht eine Kapitalgesellschaft boykottieren, die es unterlässt, verantwortungsbewusst z u handeln und SP anzunehmen?! 


    22. "Da Aktivisten so stark auf ihre eigene Vision des Problems und ihre eigenen Aktivitäten konzentriert sind - sei es soziale Gerechtigkeit, Rechte der Arbeitnehmer, verschiedene Umweltaspekte, usw. - wie kann ISPO sie dann dazu bewegen, SP zu prüfen und anzunehmen?" 

    Jeder ist heutzutage sehr beschäftigt. Aktivisten jeder Art beginnen jedoch, sich darüber klar zu werden, dass Politiker und Regierungen in zunehmendem Umfang den Forderungen der transnationalen Kapitalgesellschaften, der Geldmärkte und der Notwendigkeit, 'am globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben' erliegen. Die konventionellen Formen, sie zu überzeugen - wie beispielsweise Lobbying, Straßenproteste, Direktmaßnahmen, Medienerfassung, usw. - sind daher im Wesentlichen unwirksam geworden, wenn die Ziele dieser Aktionen - Politiker - heute nicht mehr in der Lage sind, darauf zu reagieren. Weiterhin wird durch die Nachwirkungen der schrecklichen Ereignisse des World Trade Centre die Toleranz der Öffentlichkeit und des Staates Straßenprotesten gegenüber in der Tat immer geringer. Daher vermittelt die Simultanpolitik Aktivisten jeder Schattierung eine zusätzliche, ergänzende "Technik", mittels derer sie ihre Ziele auf völlig neue, politisch effektive Weise verst ärken und unterstützen und ihre bestehende Kampagnen mit Nachdruck verfolgen können. 


    Sollten Sie weitere Fragen zu ISPO oder SP haben, schicken Sie uns bitte eine E-mail an: info@simpol.org,
    oder schreiben Sie an: ISPO, P.O. Box 26547, London SE3 7YT, UK . Wir danken Ihnen.

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